Mehr über das rosten der Oberfläche

Rosten ist ein lebendiger Prozeß, der jedes Objekt zu einem Unikat macht.

Durch den natürlichen Oxidations-Prozess verändert sich die Oberflächenstruktur und Färbung von Cortenstahl abhängig von Zeit und Witterung. Bei ROSTINA wird das Material in der Regel für Sie einige Wochen vorgerostet, so dass Sie Ihr Objekt mit einer angerosteten Oberfläche erhalten.

Der eigentliche Rostprozess findet allerdings bei Ihnen zu Hause statt. Stellen Sie Ihr Objekt dazu einfach nach draußen und setzen Sie es der natürlichen Witterung aus. Der Farbton und die Narbung der Edelrostoberfläche wird sich im Laufe der Zeit verändern. Nach etwa 1,5 bis 3,5 Jahren ist der Rostprozess abgeschlossen. In dieser Zeit hat sich eine witterungsfeste Sperrschicht gebildet, die das Objekt vor weiterer Korrosion schützt. Für die Bildung dieser Sperrschicht ist es wichtig, dass die Bauteile einem Wechsel zwischen feuchter und trockener Witterung ausgesetzt sind. Ist dies der Fall, wird sich auf interessante Weise die Optik Ihrer Edelrost-Objekte immer wieder verändern und zu einem edlen tiefen dunkelvioletten Ton nachdunkeln. Wird ein Wechsel aus feuchter und trockener Witterung unterbunden, kann die Edelrost-Patina nicht weiter ausgebildet werden, die Witterungsfestigkeit kann nicht mehr garantiert werden.

 

Möchten Sie den Rostprozess stoppen und die Optik nach z.B. einigen Monaten konservieren, können Sie den Edelrost z. B. mit Lacken oder Ölen (z. B. OWATROL-Öl)  behandeln. Das rostige Material wird im "Ist-Zustand" erhalten, indem das Öl tief in die Poren eindringt und Luft und Feuchtigkeit fern hält. Einmal aufgetragen, muss nach Bedarf nachgeölt werden. Der natürliche Prozess des Rostens und damit die Ausbildung der witterungsfesten Sperrschicht wird damit allerdings unwiderruflich unterbrochen. Mehr Informationen erhalten Sie unter Infos/Pflege.

Unbehandelt verändert sich Edelrost über die Jahre zu einem edlen dunklen Ton.

Oder Sie behalten durch regelmäßiger Pflege den gewünschten Rostton bei.


Die bildung einer lebendigen patina

Ohne Beschichtung durch Lacke, Öle etc. sorgt die Legierung des Stahls mit Kupfer und Chrom, Nickel und Phosphor für die Bildung einer natürlichen, schützenden, fest haftenden Rostschicht, der sogenannten Patina, die ihm neben der Witterungsfestigkeit eine attraktive und ästhetische Optik verleiht. 

Die Bildung dieser Sperrschicht ist je nach Umgebungsbedingungen innerhalb von ca. 1,5 bis 3,5 Jahren abgeschlossen, danach findet kein Fortschreiten der Korrosion mehr statt.

Für die Ausbildung der Patina ist besonders darauf zu achten, dass die Bauteile keiner Dauerbefeuchtung ausgesetzt sind. Ein Wechsel zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit muss gewährleistet sein. Das Regenwasser darf sich nirgendwo stauen, es sollte gleichmäßig abfließen können. Auch sollte der Cortenstahl keiner zu aggressiven Witterung ausgesetzt sein, wie etwa bei zu salzhaltiger Luft in Küstennähe oder unter direkten Einfluss von z. B. Industrieabgasen. 

Je nach Witterung und Umgebungseinflüssen entsteht auf der Oberfläche eine unterschiedliche Rostfärbung. Es kann sogar sein, dass unterschiedliche Färbungen bei Objekten aus gleichen Herstellungschargen auftreten, bei fortschreitender Bewitterung gleichen sich die Objekte jedoch wieder an.

Das Rosten ist ein natürlicher Prozess. In der Regel entwickelt sich die Patina von hellbraun über braun bis hin zu einer dunklen braunvioletten, genarbten Oberfläche. Die Farbwirkung ist je nach Lichteinfall und Witterung verschieden. Die Narbung der Oberfläche kann von Produkt zu Produkt unterschiedlich sein. Jedes Objekt ist als ein Unikat zu betrachten, dessen Entwicklung nicht gänzlich vorhersehbar ist. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, je wärmer und heller die Umgebung ist, desto heller bleibt die Oberfläche; bei geringer Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit wird die Farbe dunkler. 

Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche

Cortenstahl ist ein lebendiges Material. Unterschiedliche Färbungen oder Narbungen des Materials, wie auch Kratzer und Schwarzfärbungen sind normal und machen das Material aus. Sie sind kein Mangel oder Grund zur Reklamation. 

Bei Luftabschluss, beispielsweise wenn beim Transport die Schutzfolie direkt an der Oberfläche anliegt, kann es zu schwarzen Verfärbungen der Patina kommen. Ebenso wenn sich abfallende Blätter an der Oberfläche sammeln und haften bleiben.  

Im Laufe der Zeit bei entsprechender Bewitterung und Behandlung werden die meisten Unregelmäßigkeiten ausgeglichen. Wir möchten trotzdem darauf hinweisen, dass eine Cortenstahlfläche nie einheitlich aussehen wird. Sie lebt von ihrem „shabby chic“-Charakter, das heißt: Charakterspuren gehören zum Konzept.

 

Wenn Sie eine einheitliche Farbgebung für Ihre Stele oder ihr Hochbeet wünschen, empfehlen wir Blech oder Edelstahl lackiert in Ihrer gewünschten RAL Farbe. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern. 

Ausgleich von Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche

Sie können mit einfachen Mitteln die Edelrostoberfläche verändern und damit Unregelmäßigkeiten wie schwarze Flecken, Kratzer u. a. ausgleichen und somit die Bildung der gewünschten Patina beschleunigen. Hierzu eignet sich ein handelsüblicher Küchenschwamm mit einer rauen und einer weichen Seite.

Mit der rauen Seite des Schwamms rauen Sie die Oberfläche auf, dabei arbeiten Sie bitte immer in die Richtung, in die das Regenwasser abfließt (immer von oben nach unten). Sie können auch grobes Schleifpapier benutzen und die Oberfläche leicht anschleifen (immer in Richtung des abfließenden Wassers).

 

Mit der weichen Seite des Küchenschwamms wird die Oberfläche dann nass abgewischt, und zwar wieder in Richtung von oben nach unten. Gegebenenfalls kann der Vorgang nach Bedarf wiederholt werden.

Achtung!

Beim direkten Kontakt der rostigen Bauteile mit anderen Materialien - wie Beton, Naturstein, Holz etc. - kann es zu Abfärbungen kommen. Die Rostflecken lassen sich nur schwer oder gar nicht entfernen. Verwenden Sie deshalb bei Bedarf eine Unterlage, beispielsweise Vlies, wenn sich der direkte Kontakt mit anderen Materialien nicht vermeiden lässt.

 

Mit Rost verschmutze Kleidung lässt sich bei einem Waschgang von ca. 30 Grad sauber waschen. 

das Rosten beschleunigen oder den Rostton beibehalten.

Sollten Sie beim Erhalt des Artikels feststellen, dass das Erscheinungsbild der Oberfläche noch nicht zufrieden stellend aussieht, so stellen Sie Ihn bitte mehrere Tage und Nächte im Freien auf. Die natürliche Luftfeuchtigkeit verhilft Ihrem Artikel zu einer neuen Rostschicht. Oft hilft schon das Abwaschen des Artikels mit einem nassen, handelsüblichen Küchenschwamm (immer in Fließrichtung des Wassers - von oben nach unten), um die Patina gleichmäßiger erscheinen zu lassen.

Sie können den Rostprozess auch durch einen Schnellroster beschleunigen. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

Als Hausmittel zur Rostbeschleunigung kann man verdünnte Essigessenz (ca. 1 Teil Essigessenz auf 3 Teile Wasser) verwenden. Mit einer Sprühflasche tragen Sie die verdünnte Essigessenz gleichmäßig auf die Edelrostoberfläche auf. Nach wenigen Stunden hat sich die Rostoberfläche in der Regel schon verändert. Bitte achten Sie bei der Behandlung mit stark verdünnter Essigessenz darauf, dass Sie das Material mit einer Sprühflasche nur leicht benetzen und überschüssige Flüssigkeit abfließen kann, ansonsten können sich unschöne Stellen bilden und unter Umständen kann das Material so angegriffen werden, das ein gleichmäßiges Rosten nicht mehr möglich ist.

 

Möchten Sie den Rostprozess stoppen und die Optik des Produktes nach einigen Monaten konservieren, können Sie den Edelrost z.B. mit Lacken oder Ölen (z.B. OWATROL-Öl)  behandeln. Das rostige Material wird im "Ist-Zustand" erhalten, indem das Öl tief in die Poren eindringt und Luft und Feuchtigkeit fern hält. Einmal aufgetragen, muss nach Bedarf nachgeölt werden. Der natürliche Prozess des Rostens wird damit allerdings unwiderruflich unterbrochen, die natürliche Witterungsfestigkeit wird nicht mehr gewährleistet.

Vorteile durch Cortenstahl

Cortenstahl ist ein sehr „dankbares“ Material für den Außenbereich. Er ist unkompliziert, braucht nicht gepflegt zu werden, ist langlebig, witterungsfest und ist unbehandelt zu 100 Prozent recyclebar. In der Architektur ist er wegen dieser Eigenschaften und wegen seines ästhetischen Erscheinungsbilds ein sehr beliebter Baustoff. 

Anders als bei Hochbeeten aus Holz oder Kunststoff, kann man ein Hochbeet aus Cortenstahl - ohne Aufwand - für die nächsten Jahrzehnte befüllen und bepflanzen. 

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass auf Grund des Kupferanteils im Material Schnecken den Stahl meiden. Ihre Pflanzen sind somit vor Schnecken geschützt.